Freitag, 4. Januar 2013

Etappe 2 von Roetgen nach Monschau

Da bin ich wieder und möchte Euch von meiner 2. Etappe auf dem Eifelsteig berichten.
Heute Morgen rappelte schon um 06:00 Uhr der Wecker und Frauchen und Herrchen wuselten alsgleich schon durch die Wohnung.


So richtig verstanden hatte ich das jetzt noch nicht, wäre ich doch so gerne noch ein Weilchen in meinem warmen Bettchen geblieben.


Es dauerte aber nicht lange, da begriff ich was los war - die Rucksäcke wurden geschnürt!! Das konnte nur eines bedeuten - es ging wieder los in ein neues Abenteuer.

Um 09:15 Uhr parkten wir unser Auto auf einem Parkplatz in Monschau um nur 10 Minuten später in den Bus zu steigen, der uns alle nach Roetgen brachte.


BUS??? Ich schiebe Panik.....das Haus bewegt sich ja ;-)


Der Bus holperte einige Haltestellen ab, ehe wir exakt um 09:58 Uhr am Startpunkt ENDLICH aus dem ollen Bus raus sind.


Jetzt haben Frauchen und Herrchen die Rucksäcke geschnallt, Herrchen hat noch schnell die Kamera startklar gemacht und schon waren wir wieder auf dem Eifelsteig.

Für etwa 5 Minuten bewegten wir uns noch im bewohnten Gebiet, doch schon wurde es ländlich. Gottseidank war es seit 2 Tagen ordentlich frostig, was den matschigen Untergrund (den man an den tiefen Spuren sehr gut erkennen konnte) gut begehbar machte. Wir hätten heute sonst ausgesehen wie die Wildschweine - aber so war's ok ;-)


Da bis hierher noch nichts Sehenswertes passierte, existieren bis hier auch noch keine Bilder. Na und als dann doch das 1. Bild aufgenommen werden sollte, brummelte Herrchen ungehalten rum. Irgendwas schien nicht zu stimmen und dann wusste ich es: obwohl der Akku der Kamera die komplette Nacht noch aufgeladen wurde, verweigerte er nun den Dienst.


WAS? Keine Bilder von mir auf dem Eifelsteig?? Gottseidank gibt es ja heutzutage in den Handys ja fast ebenbürtige Kameras und somit wurde kurzerhand damit fotografiert.


Das 1. Bild unserer heutigen Reise zeigt den Staatswald Oberweser, der bereits auf belgischer Seite liegt. Die 2. Etappe führt als einzige des gesamten Eifelsteigs ein langes Stück durch Belgien, wobei wir uns meist immer grenznah bewegen. Was ich persönlich doof fand.......in Belgien dürfen Hunde ausschliesslich an der Leine geführt werden. Mein geliebter Freilauf war für heute also gegessen.


Der Streckenverlauf bis etwa zur Mitte der heutigen Etappe verlief eher unspektakulär. Viel Asphalt, kaum Wege oder Pfade. Auch verlaufen viele Abschnitte lang und kerzengerade, nicht unbedingt das was man sich von einem Eifelsteig erwartet, aber er kann ja auch nicht nur mit Superlativen daherkommen, oder?


Trotzdem......nachdem wir den Staatswald zunächst bergab passieren, überqueren wir unten eine alte Brücke, die über die Weser führt. Von hier an, geht es ständig aber sehr sanft bergan. Ich jedenfalls habe meinen Spass....überall Wasser - also verdursten werde ich sicher nicht. Nach einiger Zeit erreichen wir die "Renerhött", ein kleines Jägerhäuschen, das leider verschlossen war. Gerne hätten wir hier eine kleine Rast eingelegt.



So aber sind wir der nun wieder asphaltierten und kerzengeraden Strasse gefolgt. Nach etwa 1 km erreichten wir eine Infotafel. Hierzu muss ich nun etwas erklären: da wo wir den Staatswald Oberweser erreichen steht ein Fahnenmast. Hängt hier eine rote Fahne, sind Teilbereiche des Venns gesperrt und dürfen nicht betreten werden. In diesen Fällen, wird der Wanderer über eine Alternativroute geleitet, die etwa 2 km kürzer ausfällt. Heute hing keine rote Fahne, also durfte man das geschützte Gebiet (Bohlenweg) heute betreten.



An der Infotafel, wo wir gerade stehen, trennen sich also die Alternativroute (weiter auf dem Asphaltweg) und der eigentliche Eifelsteig, der mitten durchs Venn führt. Wir halten uns links und tauchen ein, in eine wunderbare Landschaft. Vereinzelte Nadelbäume zur linken und Birken zur rechten Seite. Und genau als wir hier oben ankommen, schafft es die Sonne endlich und schiebt die wolken beiseite - das war perfektes Timing ;-).


So zogen wir also über einen breiten Wiesenweg in das Venn ehe wir nach etwa 1,5 km an eine Gabelung kamen. Man könnte hier noch weiter geradeaus laufen aber wir wollten dem ursprünglichem Weg folgen, der uns jetzt nach rechts in einen Birkenwald führte. Und da waren sie wieder.....ich mag sie ja gar nicht, aber Herrchen und Frauchen waren ganz heiss darauf - Holzbohlen!!! Was soll daran toll sein? Ich rutsche immer wieder mit einer Pfote in den Zwischenraum der Bretter, die zeitweise recht weit auseinander liegen. Na was soll's.....will ja kein Spielverderber sein, also geh ich mal mit.








Der Bohlenweg ist diesmal deutlich länger als der aus der 1. Etappe. Alles in allem schätze ich den Verlauf der Bohlen auf etwas über 1 km und ich bin froh, als ich endlich wieder festen Boden unter der Pfoten habe. Wir verlassen den Bohlenweg und gehen nach rechts weiter und erreichen schon nach wenigen hundert Metern eine Schutzhütte, wo wir endlich mal Rast einlegten. Nach kurzer Pause aber machen wir uns wieder auf den Weg - es ist kalt! Zu lange sitzen ist nicht gut, also laufen wir weiter.


Hier verändert sich der Streckenverlauf nun deutlich und die zweite Hälfte der Etappe gefällt einfach besser. Schöne Wege, kurvenreich und abwechselungsreich. Hindurch durch die typischen Vennhecken, kleine Stege und Brückelchen.....achja und die Grenze tauchte auch mal wieder auf ;-)

Nachdem wir bei Steling die Wetterstation passiert haben, konnte man grenzgenau zwischen Belgien und Deutschland hin und herspringen ehe wir Belgien nun endgültig hinter uns lassen. Als nächstes steuern wir nun auf "Kaiser Karls Bettstatt" zu, die wir schon kurz darauf erreichen. Jetzt gings hinab auf die Ortschaft Mützenich zu. Zuvor aber erreichen wir noch einen Aussichtsturm, den man auf alle Fälle nicht versäumen sollte. Der "Eifelblick" ist hier wirklich gelungen, leider war es heute ziemlich diesig und somit eine echte Fernsicht nicht möglich.....aber schön war's trotzdem.


 
Wir erreichen nun die ersten Häuser von Mützenich und hier sieht man die Vennhecken fast auf jedem Grundstück, bei dem einen höher, beim anderen halt noch niedriger - sehr schön anzuschaun. Wir durchqueren den Ort durch einen alten Hohlweg, den wuchtige Buchen säumen und erreichen den Laufenbach. Diesem Verlauf folgen wir nun talabwärts und verlassen Mützenich und finden uns wieder zurück in Natur pur.

 
Das heutige Etappenziel ist fast erreicht. Nach etwa 4,5 Stunden erreichen wir Monschau und steigen durch den Wald oberhalb des Vennbads hinab auf die Bundesstrasse, die wir queren müssen. Hier haben wir eine echte Krippe entdeckt, wo alljährlich ein echtes Krippenspiel zur Weihnachtszeit gespielt wird. In Monschau ist alles etwas größer ;-)
Wir folgen dem angezeigten Wegverlauf zum historischen Ortskern von Monschau, wo unsere heutige Etappe endet. Auf dem Weg zurück zum Auto haben wir noch ein nettes Lokal gefunden und dort eine kleine Stärkung eingenommen. Die Stärkung haben Frauchen und Herrchen bekommen, ich lag zusammen mit meinem Bruder unterm Tisch und durfte schlafen.


 
Alles in allem waren wir gegen 16:30 Uhr wieder am Auto angekommen. Ein langer Tag, aber er war wunder wunderschön.


Mir gehts nach knappen 19 km richtig gut und ich werde noch einige Etappen gemeinsam mit
meinem Herrchen "bezwingen". Was juckt mich der olle Krebs? Wenn er kommt, dann kommt er eben und wenn er bleibt, soll mir das auch gut und gerne recht sein. Kann nichts daran ändern, nur das Beste daraus machen. Und genau das mach ich zur Zeit.


Ich wünsche Euch noch eine schöne Zeit.


Bis zum nächsten Bericht wird es sicher nicht lange dauern (so wie ich Herrchen kenne, plant der sicher schon wieder).


Bis bald
Wuff
Indy

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