Montag, 30. September 2013

Etappe 8 von Mirbach nach Hillesheim

Halbzeit!

Mit der heutigen Etappe überschritten wir eine "magische" Grenze. Etwa auf der Hälfte der 8. Etappe, die uns diesmal über weithin offene Flächen von Mirbach nach Hillesheim führte, überschritten wir die 50% Marke.

Von nun an würde der noch vor uns liegende Weganteil weniger ausmachen, als die bereits zurückgelegte Wegstrecke.

Herrle und Fraule hatten den Wecker auf eine unhündliche Uhrzeit gelegt, damit wir auch ja früh genug auf die Piste kamen. Immerhin sind die Tage doch schon merklich kürzer geworden und 25 km sind nicht gerade ein Pappenstiel. Da sollte man also zusehen, dass man mit Vorbereitung und Anreise so kalkuliert, dass man spätestens um 10 Uhr am Start steht.

Aber Herrle und Fraule hatten das sehr gut gelöst. Wieder mal mit 2 Autos zogen wir dann los, da die wenigen Buslinien so ungünstig fuhren, dass wir dieses Angebot leider nicht annehmen konnten. Kurz vor 9:30 war es dann geschafft - die Autos waren platziert und wir ENDLICH auf der Piste.

Das Wetter war heute ein wenig durchwachsen. In der Nacht auf Sonntag hatte es sogar noch ein paar Tropfen geregnet und der Himmel zeigte sich eher grau denn blau.

Aber, um es vorweg zu nehmen, wir hatten Glück. Zwar bliess auf den Höhen ein recht schneidiger Wind, aber es regnete nicht und je länger die Tour dauerte, umso mehr klarte es auf und auf dem letzten Drittel der Wandertour genossen wir sogar Sonnenschein.

Die Route am heutigen Tag zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie sehr viele offene Flächen vorweisen konnte, die fantastische Weitblicke zuliessen. Speziell für Hundebesitzer, die ihre Hunde gerne mal im Freilauf bewegen mochten, war diese Etappe absolut und voll und ganz empfehlenswert. Immer wieder grosse, offene Wiesenflächen, die man weithin einsehen konnte - ideal für Hundebesitzer!

Gleich oberhalb von Mirbach hatten wir schon eine solche Freifläche. Noch mal einen Bick zurück auf die Erlöser-Kapelle und Mirbach entschwand allmählich. Auf den Bildern erkennt man noch gut, wie diesig und grau es war, aber das sollte sich recht bald ändern.

diese Strasse führte uns aus Mirbach auf die 8.Etappe

unmittelbar hinter der Unterführung bereits gute Weitsicht

die Erlöser-Kapelle in ihrer vollen Schönheit

keine 5 Minuten nach dem Start diese Weitsichten
Am Ende der ersten grossen Freifläche wurden wir durch ein Schild darum gebeten, die Hunde an die Leine zu nehmen, was dann auch gerne gemacht wurde. Hier gelangten wir nun in den Waldbereich der Wanderung, die erst wieder bei Leudersdorf endete. Am Wegesrand fanden wir zahlreiche Herbstboten, die nun eindeutig darauf hinwiesen, dass der Sommer 2013 nun endgültig zu Ende ging.




Die Waldwege wurden vor einiger Zeit allesamt aufgeschüttet. Das Material (Kalkgestein) stammte aus den hiesigen Steinbrüchen und war bereits gut verdichtet. Das Wandern auf diesen Wegen ging flott von der Hand....ähm Pfote natürlich. Nicht wie so viele basaltgeschotterte Wege, die sich über Jahre nicht verfestigen, wo man mit jedem Schritt "rollt" und aufpassen muss, dass man sich nicht auf den Allerwertesten setzt.

Nein...diese Wege hier waren sehr gut präpariert und liessen sich einwandfrei laufen.


Irgendwann hatten wir die Waldpassage geschafft und trafen oberhalb von Leudersdorf auf eine recht imposante Wanderhütte. Ein paar angeschlagene Plakate liessen erkennen, dass hier wohl auch Events stattfinden (Public Viewing des Finales der Champions-League beispielsweise). Eine wirkliche beeindruckende Anlage für eine Wanderhütte.


kilometerweit freie Sicht
Da hier aber der Wind stark pfiff, hatten Fraule und Herrle lediglich die Gelegenheit genutzt, um uns etwas Wasser zu reichen, ehe wir dann wieder weiterzogen.

Hier stiessen wir dann auf einen weiteren Themenweg, dem Panoramaweg Leudersdorf, der sich mit dem Eifelsteig verbrüdert und die beiden gemeinsam ein Stück des Weges führt.


Wer gerne Weitblicke über die Eifel geniessen möchte, dem aber die Eifelsteig-Etappen zu weit sind, kann sich hier gerne mal näher mit dem Panoramaweg auseinandersetzen. Wir sind ihn zwar nur stückweise gefolgt, aber diese Bereiche waren wunderschön. Die Gesamtlänge des Panoramawegs wird mit ca. 8 km angegeben.

herrliche Wege

ist das ein Panorama oder nicht?
In der Ferne entdeckte mein Herrle eine Burg. Sollte es etwa die Nürburg sein - von hier aus zu sehen? Und was war denn das für ein Gebilde weiter rechts? Mensch.....das war doch, aber natürlich!!!! Das war der Nürburgring bzw. einige Bauten aus dem Bereich Start u. Ziel. Deutlich zu erkennen, diese Achterbahn, die bisher ja nur als Landebahn für Vögel dient.....oder eben als Anhaltspunkt aus der Ferne ;-)

gut zu erkennen - der Nürburgring samt Rollercoaster

die Nürburg
Ja Mensch......sooooo weit von zu Hause weg und doch so nah.

Komm....da laufen wir "mal eben schnell" hinüber. Na ok.....wir lassen es besser, denn nichts kann mehr täuschen, als eine Distanz per Luftlinie abzuschätzen.

Wir sind dann doch wieder der Beschilderung des Eifelsteiges gefolgt, zunächst am Waldrand entlang, dann wieder auf riiiiiiiiiiesige Freiflächen. Hier durfte ich diesmal zusammen mit Momo mal ein wenig umherstreifen, der ja ansonsten meist an der Leine laufen muss.

so schaut Hundeparadies aus....

"guck mal Momo.....is dat nich heeeeeeerrlich?"

jeder Pfosten, jeder Buschel wurde intensivst untersucht
Dat war einfach nur doll ;-)

Herrle hatte heute sein GPS dabei und prüfte hin und wieder mal, in wieweit sich der geplante Weg, mit dem tatsächlich zurückgelegtem deckte. Feine Sache so ein Gerät, fehlt irgendwo mal eine Beschilderung (was durchaus vorkam) dann einfach mal einen Blick auf's Gerät geworfen und schon war die weitere Route glasklar.

Unsere heutige Route verlangte einige Querungen von Strassen. So querten wir nach Leudersdorf zunächst die K69 bei Nollenbach und nur wenige Meter später dann die L10.

ein alter Bauernhof


Herbst - sei Willkommen ;-)

und immer wieder solche Wege
Jetzt erreichten wir die Kalksteinbrüche. Man konnte schon in der Ferne die typischen Zeichen von Schutthalden erkennen und auch steile Bruchkanten zeugten von einer längst vergessenen Zeit.

der Kalkstaub legt sich in den Hecken und Sträuchern ab

leider nur durch ein verschlossenes Tor zu erreichen - der Steinbruch
Ehe wir hinunter an den Paulushof gingen, erspähten wir eine Bank an der wir uns dann zu einer etwas längeren Pause niederliessen.

Ein schöner Blick übers Tal, hinunter zum Paulushof offenbarte sich uns. Weiter hinten erkannte man einige Häuser die zu Ahütte gehörten. Die Sonne hatte sich inzwischen zaghaft durch die Wolken geschoben und es wurde angenehm. Der scharfe Wind ebbte ab und so war eine gemütliche Rast möglich.

ein Schelm, wer böses denkt ;-)
Als wir anschliessend weiterwanderten, erreichten wir den Paulushof und damit auch eine Ungereimtheit, was den Wegeverlauf anging. Mussten wir nun da lang, oder doch hier?

Hmm....also laut GPS waren wir richtig, wir hatten lediglich die Hofeinfahrt zum Paulushof mit einem Weg verwechselt. Wir blickten uns kurz um und sahen in etwa 50 Metern Entfernung einen Pfad in die Wiese führend. Um nun nicht an der K74 entlang wandern zu müssen, liefen wir kurzerhand durch die Wiese hindurch, was aber völlig problemlos war. Ja so ist das mit Fernwanderwegen.....nicht immer kann auf des Wanderers Genuß Rücksicht genommen werden. Dann heisst es auch mal, einige Strassen queren und manchmal auch deren Verlauf kurz zu folgen.

Aber die restliche Wegstrecke machte dies absolut mehr als wieder gut.

Dieser Wiesenweg führte uns langsam hinunter ins Tal. Vor uns lag ein Steinbruch, dessen Abbruchkante man von weither sehen konnte.



Unten angekommen, wurde es ein wenig lebhafter. Wir erreichten einen Radwanderweg und hier mussten Momo und ich an die Leine, denn hier tummelten sich nicht nur Radfahrer, sondern auch einige andere Hunde und Wanderer - sicher ist sicher!

da hinten bitte rechts
Der Radwanderweg verlief parallel zu unserem Wanderweg, aber er war stets präsent. Aber nach langer Zeit des Freilaufs war Leine jetzt nicht gerade die schlimmste Option, was mir als Hund geschehen konnte.

Hier im Wald entdeckten wir ein altes Gemäuer, was wohl zur Ruine Dreimühlen gehörte, wie wir später erfuhren. Weiter unten im Tal hörten wir Kindergejohle und das war mir ein wenig unheimlich. Nicht dass ich Angst vor Kindern hätte, aber so richtig wohl fühlte ich mich dabei nun doch nicht. Aber ich war ja angeleint und somit übertrug ich die Aufgabe des "Achtgebens" gerne auf meinen Herrn.

Ruine Dreimühlen
Der Weg verlief hier in leicht bewaldeten Bereichen und je weiter wir nun gingen, umso mehr Leuten begegneten wir. Ein klares Zeichen dafür, dass hier wohl eine Sehenswürdigkeit auf uns wartete und genauso war es auch - die Nohner Wasserfälle lagen vor uns. Eine kleine Holzbrücke brachte uns trockenen Fußes an die Wasserfälle (Achtung Kopf einziehen vor dem Felsen!!!)


Hier tummelten sich jede Menge Menschen herum, vor den Wasserfällen, über den Wasserfällen ja und sogar IN den Wasserfällen kletterten sie herum. Gar nicht so einfach für mein Herrle, hier ein paar Bilder zu bekommen, wo keine fremden Menschen drauf waren.

Vorsicht - da geht's nicht lang. Der Eifelsteig geht direkt an den Wasserfällen vorbei





Nachdem wir uns hier kurz aufgehalten hatten, zogen wir es vor, wieder weiterzuziehen und folgtem dem Weg, der sich nun über einen schmalen Pfad durch den Wald hinaufschlängelte.

Vor uns zog eine Familie aus Holland über den Pfad, die aufgrund schlechten Schuhmaterials leichte Probleme hatten, sich auf den Füssen zu halten.

Hier ein Tipp: wer die Wasserfälle besuchen und die 500 Meter von der Nohner Mühle hinüberwandern möchte.....auch wenn es nur 500 Meter sind, aber Stöckelschuhe oder Sonntagsschläppchen sind hier definitiv NICHT angebracht!! Legt euch ein paar feste Schuhe ins Auto - ihr werdet es mir danken! Der Pfad ist feucht und schmierig, teilweise verwurzelt was sehr schnell zu einem unliebsamen Sturz führen könnte. Also bitte - FESTES SCHUHWERK nicht vergessen!!

So, genug "moralapostelt" wieder zurück zu meinem Eifelsteig. Der Pfad mündete auf einem breiten, festen Weg. An dieser Stelle unterquerten wir die alten Bahngleise durch einen Tunnel und bogen nach links ab. Der Radweg ist asphaltiert, aber wir folgtem ihm nicht lange. Am Wegesrand entdeckte ich mal wieder einen Herbstboten - einen Tintling. Ach was nur einen.....zu Dutzenden standen die hier rum.

einmal durch und diesmal LINKS ;-)

Tintling
Wir erreichten nach etwa 1 km einen Abzweig, wo wir den Radweg verliessen und über eine Brücke den Niederehe Bach querten. Nein....das stimmte so nicht ganz. Fraule querte die Brücke. Wir Männer sind mitten durch den Bach gegangen.

Das hatte aber seinen Grund. Die Brücke war mit Gitterrosten ausgelegt, was unseren Hundepfoten gar nicht gut bekommt. Da das Bächlein aber sehr schmal und nicht tief war, beschloß unser Herrle, mit uns gemeinsam dort durch den Bach zu steigen.


Drüben angekommen, begrüsste uns sogleich der Partnerweg aus der Vulkaneifel-Reihe "Hochkelberg Panorama-Pfad". Schon wieder Panorama aber wer diesen Weg erwandern möchte, sollte sich mindestens 2 Tage Zeit nehmen. Mit einer Gesamtlänge von 39,7 km sollte man sich diesen Weg nicht an einem Tag antun (meine Meinung).

Der Waldweg führte uns nun geradewegs auf Niederehe zu. Nach einiger Zeit erreichten wir einen eingezäunten Bereich. Ob es sich dabei um Fischweiher handelte oder doch eher um eine Art Kläranlage vermochte ich nicht zu erkennen, jedenfalls roch es im oberen Bereich eher unappetitlich - also schnell vorbei.

Obwohl.....auch hier gab es schöne Dinge zu sehen:

Patchwork Familie
Kurz oberhalb dieser "Teiche" kraxelten wir einen Damm hinauf um uns anschliessend auf einer stillgelegten und zurückgebauten Bahntrasse zu bewegen. Das Schotterbett konnte man noch deutlich sehen, aber die Gleise fehlten. Unterhalb verlief die K59, deren Gebrumm uns nun auf den nächsten Meter begleitete. Trotzdem....diese zurückgelassene Bahntrasse war so urwüchsig, dass man nur hintereinander laufen konnte. Gerademal ein schmaler Pfad, der gottseidank neben dem Schotterbett verlief - mehr nicht.

links am Bildrand verläuft die Bahntrasse
Nach etwa 200 Metern verliessen wir den Damm und durchliefen nun die Ortschaft Niederehe, vorbei am Friedhof und dessen Kirche bogen wir in die Kerpener Strasse hinein und diese führte uns geradewegs hinunter an die K59.


das ist ein Gästehaus. Wer also Zimmer sucht - bitteschön

nettes Gimmick im Garten

Wieder eine Strassenquerung, aber auch diese verlief problemlos und ein schmaler Pfad führte uns zwischen den Häusern aus Niederehe hinaus.

Was war das da vorne? Sag....dich kenn ich doch.....Du bist eine......MIETZEKATZE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! *schrapp schrapp*

"Ja Indy"......."das ist eine Mietzekatze und wenn Du nicht augenblicklich Ruhe gibst, dann ist die Wanderung hier für Dich gleich vorbei!"

Mann.....Herrle kann einem aber auch jeden Spass verderben, dabei war das soooo ein süsses Mietzekätzchen - schaut mal:

Mietzekatze = pfui für den Hund !!
Jetzt wurde es ganz kurz ganz steil, Stufen im Hang erleichterten uns die Kraxelei und schon bald befanden wir uns auf einem schönen Waldweg. Ein paar "Rainer's" (Insider) gab es hier auch noch zu sehen ;-)

schöner Waldweg

Rainer 1 und 2

Rainer 3

Rainer 4
Aber diese Kreisstrasse, also diese K59 meine ich, die war äusserst anhänglich. Wir dachten ja eigentlich, dass wir sie losgeworden wären, aber nur wenige Minuten später lag diese wieder vor uns. Der Waldweg endete abrupt an einem Steinbruch und hier hatten wir nur die Option, der K59 für etwa 100 Meter zu folgen. Dann erst entschwand ein schmaler Pfad endgültig in den Wald hinein und auch hier wurde es recht steil durch einen schönen Mischwald hinauf.

selbst im Tal schöne Aussicht - trotz K59

steil ne?
Langsam öffnete sich der Wald und die Sicht wurde wieder frei. Hinten links am Waldrand konnte man Burgzinnen in den Kronen der Bäume erkennen. Diese Burgzinnen konnte man bereits oberhalb von Leudersdorf sehen aber da erschienen sie meinem Herrle noch so weit entfernt, dass er sie nicht fotografierte. Jetzt aber kamen wir deutlich näher, aber zuvor galt es noch einige andere schönen Dinge zu bestaunen.


gut verstecktes Eifelsteig-Logo

Friedliche Kühe auf ihren Weiden, sogar echte Schönheiten waren darunter.

na du Hübsche ;-)
Ja und kaum hatten wir den Waldrand erreicht, da stand sie auf einmal auch schon in voller Größe vor uns - die Burg Kerpen.

noch gut versteckt...

...aber dann schon mittendrin




an diesem beschaulichem Platz haben wir unsere Rast eingelegt
Leider war sie wegen Umbauarbeiten im Moment geschlossen, weshalb wir das Burggelände nur von aussen bestaunen konnten. Dafür aber war es hier, über den Dächern von Kerpen, beschaulich ruhig. Eine Bankgruppe nutzen wir dann, um uns in der Sonne ein wenig zu erholen.

Kerpen
Die letzten Butterbrote wurden verzehrt, ein wenig Schoki für Herrle und Fraule. Für uns gab's natürlich auch wieder was und vor allem Wasser. Herrle und Fraule hatten bemerkt, dass wir nun ein wenig öfter durstig wurden, auch wenn die Temperaturen gar nicht so warm waren. Also bekamen wir zwischendurch immer mal etwas zu süffeln.

So....genug gerastet, weiter sollte es gehen. Nach Kerpen lagen nun noch die Orte Berndorf und Hillesheim vor uns.

Wir verliessen Kerpen über die Strasse "Auf dem Stilsdorf" und unterquerten erneut die L10. Auf dem Weg aus dem Ort hinaus entdeckten wir aber noch diesen Herrn:

gestatten.....

mein Name ist Wille......Fritz von Wille
Hinter Kerpen ging es jetzt schnurgerade langsam hinauf. Wiesen rechts und links soweit man nur schauen konnte.

War ja klar, dass wir hier wieder auf unseren Freiheitsdrang hinwiesen und dem wurde auch prompt entsprochen. Einfach herrlich, hier gefiel es mir so saugut, dass es mich hier so richtig überkam und mein Übermut musste einfach heraus. Aber auch Momo hatte ich angesteckt mit meiner Lebensfreude und so schubberten wir kurzerhand beide rücklings über die Wiesen von Kerpen.

Indy

Momo
Na.....bei DEM Anblick erkennt wohl jeder, wie gut uns diese Tour bisher gefiel oder?

Noch schnell einen Blick zurück auf die Burg, die von hier in ihrer ganzen Pracht zu sehen war. In einem weiten Bogen liefen wir nun rechts oberhalb durch das Tal. Schöne, feuerrote Beeren säumten hier den Wegesrand. In der Ferne konnte man bereits erkennen, dass wir uns wieder einem der zahlreich vorhandenen Steinbrüchen näherten und es dauerte auch nicht lange, da standen wir auch schon mitten in einem drin.



der richtige Himmel für diesen Ausblick

Herbst


Oberhalb des Steinbruches erreichten wir wieder einen befestigten Hauptweg, welcher uns nun über eine wirklich wunderschöne Freifläche entlang des Weinbergs führte. Der Steinbruch und seine Ausläufer begleiteten und noch eine Weile zur linken, aber nach vorne bot sich ein grandioser Weitblick und auch der Himmel spielte nun mit und zeigte sein herrlichstes blau. So und nicht anders - so soll's sein wenn man auf dem Eifelsteig wandert. Wir hatten bedenken ob es trocken hielt aber hier wurden wir belohnt, dass wir das Risiko "Regen" auf uns genommen hatten und alle Sorgen waren vergessen.

die letzten Meter im "Dickicht"

zack - Aussicht pur

dieses Licht.....

....und diese Farben.....

....hier möchte ich nicht mehr fort
Tja und wer kennt es nicht.......wenn es einem gefällt vergeht die Zeit wie im Fluge und so standen wir kurze Zeit später an den ersten Häusern, die zu Berndorf gehörten. Wir näherten uns Schritt für Schritt dem Ziel. Was zu Beginn der Wanderung noch sooooooooo weit weg erschien, war nun schon fast geschafft.

Berndorf durchliefen wir durch die Birkenstrasse Richtung Kirche. Immer geradeaus darauf zu. Ein paar Stufen hinauf, dann dem Kreuzgang folgend erreichten wir das Neubaugebiet und schwups, waren wir auch schon wieder raus aus Berndorf.

da müssen wir hin

Kreuzweg

Blick zurück auf die Kirche
Hier hatte mein Fraule eine Wiese bestaunt, auf der jemand einen Streifen Gras einfach hatte stehenlassen, wohl wegen der hübschen Blümeleins. Herrle hat es mal fotografiert, weiss jemand von euch, was es hiermit aufsich hat??



Oh sorry.....falsches Bild

Das wäre jetzt das richtige:


Nachdem wir das nun geklärt hatten, konnte unsere Reise ja weitergehen. Wir umliefen den Buberg, von dessen Flanke wir zum wiederholten Male schöne Fernblicke über das Tal geniessen konnten. In der Ferne führte eine Mutter ihr Kind auf dem Rücken eines Pferdes und Wacholder gab es hier ebenfalls.


Wer noch Schlehen sucht für einen leckeren Aufgesetzten - bitteschön ;-)


Weiter unten trafen wir auf eine Teerstrasse, der wir aber nur wenige Meter folgten, ehe wir in einen Wiesenweg nach rechts einbogen.

Auf einer Weide grasten einige Kühe, die ganz offensichtlich ein wenig neugierig waren. Herrle wusste an diesem Punkt bereits, was es heute Abend zu Essen geben sollte - Rinderauflauf



Deren Neugier galt aber nicht den Menschen - nööööö. Die blöden Kühe begafften mich und Momo und bestaunten uns wie ein Weltwunder. Wohl noch nie Hunde gesehen, was? Aber falls ihr glaubt, ich würde mich von eurem Geschnaufe beeindrucken lassen - pöööööhhh. ICH BLEIB HIER SITZEN!


In der Tat waren diese Kühe sehr neugierig. Als wir uns entschieden weiterzuwandern, folgten sie uns bis an den Zaun. Unser Weg verlief ein wenig weiter oberhalb wieder an der Weide vorbei aber hier konnten sie uns nicht erspähen und somit gehörte der Weg wieder uns ganz allein.


Nun war es nicht mehr weit, noch einen Hügel galt es zu überqueren, dann war Hillesheim erreicht. Zuvor aber galt es die Schwedenschanze zu passieren. Hier waren auf den Koppeln und Weiden einige Hügel. Schaute man genau hin, konnte man Betonsegmente erkennen. Keine wirkliche Ahnung, um was es sich da handeln könnte. Vermutlich aber dürften dies Überreste von Bunkeranlagen sein, die hier im Verlaufe des 2. Weltkrieges erbaut und später dann gesprengt wurden.

Sofern mein Herrle sich da jetzt geirrt hat, bitte korrigiert ihn dahingehend.

An der Schwedenschanze passierten wir eine weitere Hütte mit angrenzendem Spielplatz. Da wir uns aber so kurz vor dem Ziel befanden, schlugen wir diese aus, denn vor uns lag Hillesheim.

Kirche zu Hillesheim

Hillesheim samt Wiesenweg rechts, da gings hinunter
Einen kurzen knackigem Wiesenpfad nach unten folgend, stiegen wir in den Ort hinab. Durch einen kleinen Tunnel betraten wir dann Hillesheim und erfreuten uns noch den schönen Blumen in den Gärten.





Es war geschafft. Nach etwas über 8 Stunden hatten wir unser heutiges Etappenziel erreicht.

Müde aber sehr zufrieden machten wir uns wieder auf den Heimweg und Herrle und Fraule schwelgten noch ein wenig über die Schönheit dieser Etappe.

Ich hoffe, dass mein Bericht und die Bilder von Herrle euch ein eigenes Bild ermöglichen und euch ein Stück unseres Weges teilhaben lassen.

Wer weiss.....vielleicht begegnet man sich ja mal auf dem Eifelsteig.

Lang wird unsere Pause jedenfalls nicht andauern.....ich hab da schon so was munkeln hören, aber dazu später mehr.

Macht's gut
Wuff

Euer Indy










Kommentare:

  1. Wunderbarer Bericht, mit sehr vielen und Traumhaften Bildern :-) Schade das es kein gps Track zum nachwandern gibt ;-)

    Grüße vonne anderen Rheinseite lol

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  2. Hallo Markus,

    danke für deinen Eintrag in meinem Blog. Soso....du magst also einen GPS-Track zum Nachwandern. Werde meinem Herrle das mal weitergeben, damit er dies beim Bericht der nächsten Etappe mal berücksichtigen kann. Aaaaaaaber....ist eigentlich gar nicht nötig, denn der Eifelsteig ist so gut ausgeschildert, dass ein Verlaufen quasi unmöglich ist.

    Wuff
    Indy

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    1. Hallo Indy das stimmt auch wieder, du wirst Lachen, ich habe mich Trotz Guter Beschilderung auch schon mal Verlaufen gehabt :-D. Ich habe hier mal bisschen durch gestöbert,damit ich erst mal herausfinde ob sich der Eifelsteig lohnt, weil die anfahrt von mir (Lohmar) recht umständlich und weit ist. Und welche Etappe am schönsten ist. Bis ich alle Etappen gegangen bin, vergehen eh einige Jahre schätze ich.

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