Freitag, 4. Oktober 2013

Etappe 10 von Gerolstein nach Daun

Aller guten Dinge sind 3 – getreu diesem Motto starteten wir gestern dann noch auf unsere dritte Mission und erkundeten die nunmehr 10. Etappe des Eifelsteiges.

Diesmal führte uns der Weg von Gerolstein nach Daun.

Da diese Etappe wieder eine der längeren Wegstrecken markierte, machten wir uns bereits seeeeeeehr früh auf den Weg, wie dieses Bild zeigt:

der frühe Vogel fängt den Wurm - ich erwartete einen 25,4 km langen Wurm ;-)
Diesmal hatte mein Herrle sich aber bestens vorbereitet. Zwei Speicherkarten, zwei Akkus für die Kamera, zwei Satz Akkus für das GPS-Gerät. Dazu zwei Personen und zwei Hunde……also irgendjemand von uns würde das Ziel sicher schon erreichen.

In Gerolstein startete die Etappe an einem Treppenaufgang zur Löwenburg. Dort angekommen, befanden sich bereits 3 Wanderinnen am Startpunkt – schweigend ins Gespräch vertieft.

Herrle zeigte den Weg, der über eine Treppe hinaufführte, aber noch ehe wir diese Treppe angehen konnten, sprach uns eine Wanderin an und meinte, dass wir hier falsch seien?!??!

„Wieso falsch? Der Wegweiser zeigt doch eindeutig hier hinauf“ fragte mein Herrle.

„Nein nein….hier kommen sie runter! Rauf müssen Sie da hinten“ und sie deutete auf eine schmale Treppe, die sich zwischen einer Baustelle befand.

Und dann betonte sie nochmals, dass wir hier vorne falsch seien. Nun gut, am frühen Morgen gelüstete es noch niemanden wirklich nach einer Diskussion, also folgten wir den Worten der Wanderin und nahmen die andere Treppe.

Auf den ersten Stufen angekommen, drehte sich Herrle nochmals um und beobachtete, wie die 3 Wanderinnen geschlossen in die falsche Richtung weggingen. Sie gingen nun weder in die Richtung nach Hillesheim (Etappe 9), noch in die nach Daun (Etappe 10) – aber sie beteuerten, dass sie auf dem Eifelsteig unterwegs seien.

Wir steuerten indes die Löwenburg an, die wir jedoch nicht unmittelbar besichtigten. Vielmehr rückte Herrle diese Burgruine später noch ins rechte Licht, als wir Gerolstein über den „Hubert-Rahm-Weg“ verließen.


Der Waldweg führte uns auf schmalen Pfaden auf direktem Wege hinauf auf den Heiligenstein. Auch wenn es noch sehr frisch war (3,5° zeigte das Thermometer am Start an) wurde uns sehr schnell angenehm warm.


Am Gipfel des Heiligensteins begrüßte uns eine beeindruckende Felslandschaft, die wir im Zick-Zack-Kurs erklommen. Oben angekommen, zeigte der nächste Wegweiser bereits wieder abwärts.




Zwischen den beiden Waldstücken querten wir eine kleine offene Fläche, die uns einen Blick hinunter nach Gees ermöglichte.


Über mossbewachsenen Boden stieg der Weg nun weiter an, immer weiter hinauf Richtung Dietzenley. Die Dietzenley markiert die höchste Erhebung im Gerolsteiner Umland, die mit 617 m deutlich über die Nachbarhügel ragte.





Aber bis dorthin, war es noch ein Stück. Hier an dieser Stelle sei den Wanderern und im speziellen denen, die mit Hund unterwegs sind, gesagt, dass wir uns auf einem Waldlehrpfad bewegten. Hier waren bereits am frühen Morgen Sportler unterwegs, auch mit Hunden und der Weg war recht belebt.

gleich 6 Wege verlaufen hier stückweise parallel

Irgendwann tauchte vor uns ein Turm zwischen den Bäumen auf – die Dietzenley war erreicht. Aber wir erreichten den Aussichtsturm nicht auf direktem Wege. Unmittelbar unter dem Turm bogen wir rechts ab und umliefen den Turm. Man glaubte fast, man würde ihn nur streifen, aber etwa 300 Meter später dann verwies ein Wegweiser den direkten Weg hinauf zum Turm.

Also keine Angst, wer glaubt, er müsse sich hier irgendwo durchs Dickicht kämpfen, um auf den Turm zu gelangen……einfach nur dem Eifelsteig folgen – er bringt euch auf den Turm ;-)



Herrle übergab mich hier an Fraule, denn die Treppe hinauf auf den Turm war steil und nichts für mich. Er machte oben seine Aufnahmen und die Aussicht war wirklich grandios. Dann kam er wieder hinunter, übernahm mich und Momo, damit auch Fraule diesen Ausblick genießen konnte.

grandiose Weitsicht

egal wo man hinschaute

der Horizont scheint unendlich weit weg zu sein

die Kasselburg in der Ferne

Danach ging es dann wieder über einen urigen Pfad hinab in den Wald und noch immer teilte sich der Eifelsteig mit einigen anderen Wander- und Trimm-Dich-Wegen das gleiche Wegenetz. Erst etwa 300 Meter unterhalb der Dietzenley entschied sich der Eifelsteig dazu, seinem eigenen Pfad zu folgen und hier trennten sich dann die Wege. Während alle anderen Themenwege nach links abbogen, führte uns der Eifelsteig geradeaus. Und kaum war der eigentliche Weg verlassen, tauchten wir in einen höhlenartigen Weg ein. Dichtes Geäst, nur soweit gelichtet, dass man geradeso hindurchschlüpfen konnte – ja DAS war wieder unser Eifelsteig ;-)

Es dauerte auch nicht mehr lange, da waren wir so einsam unterwegs, dass wir endlich wieder „offline“ die Gegend erkunden konnten. Das gefiel mir und Momo natürlich um einiges besser, als ständig angeleint zu sein.






Am Heidkopf entlang, dessen Gipfel wir nicht erklommen, erreichten wir einen breiten Waldweg, der uns nun in den Pelmer Wald führte.

Der Weg verlief stets leicht ansteigend, aber das merkte man kaum. Irgendwann stießen wir auf einen breit angelegten und befestigten Waldweg, dem nunmehr unattraktivsten Teil der Tour. Lange Stücke die immer nur geradeaus führten und nichts wirklich Sehenswertes, machten diesen Abschnitt selbst für mich relativ uninteressant.

Autopiloten einstellen und Nickerchen machen ;-)
Bis auf eine Sache…..ich wusste jetzt wo der Frühling wohnt!!! Also wenn der kommende Winter erneut meint, zu Höchstleistungen auflaufen zu müssen, dann wusste ich nun, wo ich hin musste, um den Frühling aus den Laken zu klingeln.


Kurz darauf holten uns dann die 3 Damen vom Start ein, die uns zuvor ja erklärten, dass wir falsch seien. Wir verkniffen uns die Frage, auf welchem Umweg sie nun auf den Eifelsteig gefunden hatten. Jedenfalls hatte es gute 3 Stunden gedauert, ehe diese uns eingeholt hatten.

So schnell wie sie uns überholt hatten, so schnell tauchten sie plötzlich auch wieder vor uns auf. Eine der Damen hatte starke Schmerzen im Bein und ruhte sich auf einer Bank aus. Dass dies unsere letzte Begegnung auf der Tour sein sollte, erfuhren wir erst einige Stunden später, als wir nur noch eine der Damen antrafen.

An der Bank wo die Damen rasteten, bogen wir nach links ab und stiegen nun durch einen mächtigen Tannenwald hinunter ins Tal. Auf der linken Seite öffnete sich eine kleine Lichtung mit einer Feuerstelle und einigen „Behelfsbänken“ – genau richtig um hier eine Rast einzulegen.

Wir suchten uns eine Bank in der Sonne, denn der Wind pfiff wirklich unangenehm um die pelzigen Ohren.

Einige Wanderer und Mountainbiker kamen hier vorbei und beneideten uns um das lauschige Plätzchen. Kurz darauf passierten die 3 Damen, nichts ahnend, dass dieses Grüppchen nur wenige Meter später getrennt würde.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg. Nur wenige Kurven später, kamen wir aus dem Wald heraus und sahen die Ortschaft Neroth vor uns liegen. Zwar liefen wir nun in der Sonne, aber der Wind war richtig kalt – so kalt, dass sogar Herrle seinen Fleece-Pulli wieder anzog. Er stiefelte bisher im T-Shirt durch die Eifelwälder!!!



Neroth war erreicht



Kurz vor Neroth trafen wir dann auf Herbie. Ihr kennt Herbie nicht? Nein…..nicht der Herbie aus dem Fernsehen, diesen ollen VW-Käfer meinte ich nicht. Ich meinte DIESEN Herbie:

Herbie
Noch bevor wir in die Ortschaft gelangten, bog der Weg nach rechts ab und führte uns wieder weg von den Häusern. Es ging am Breitwiesbach entlang, den wir etwa 300 Meter später querten. Die Bauern hatten hier noch immer die Silage-Ballen auf den Wiesen liegen.




Auf der anderen Seite des Baches angelangt, führte der Weg wieder zurück Richtung Neroth. Aber auch jetzt blieben wir den Häusern fern und liefen einen Feldweg entlang, der uns zu den Tennisplätzen brachte.

Auf dem Weg dorthin machte ich noch schnell Bekanntschaft mit zwei Eseln. Während der eine sich ganz zutraulich von Herrle streicheln ließ, blieb der zweite Esel auf Distanz. Dieser reagierte auf die kleinste Bewegung mit hektischem Umhergespringe – blöder Esel ;-)



neugieriger Esel

misstrauischer Esel, hat sogar die Augenbrauen hochgezogen!!

Wer jetzt beim Lesen meint, er müsse mich darauf aufmerksam machen, dass ich Zeit Lebens von Eseln umgeben bin – Leute das weiß ich doch schon längst ;-)

Hinter den Tennisplätzen ging es am Waldrand nun bergauf und mit jedem Meter zeigte sich mehr und mehr ein wunderschönes Tal. Der Blick hinüber zum Nerother Kopf und seinem Seitental entlang der Kyll machte jetzt schon Lust auf mehr – wohl wissend, dass wir über eben diesen Berg drüber mussten.





Kurz darauf bog der Weg vom Waldrand ab und führte uns über einen steilen Wiesenweg hinab zur Kyll. Schnell über die Hauptstraße (L27) gehuscht, führte uns eine alte Holzbrücke über die Kyll an den Fuß des Nerother Kopfes.



Bevor es nun steil bergauf ging, plätscherte der Weg seicht an der Kyll entlang ins Tal – wenn schon steil, dann wenigstens mit Anstand!

So…und genau das bot sich dann wenige Minuten später. Ein Wegweiser deutete den nun bevorstehenden Anstieg an und dieser war ordentlich.


immer weiter hinauf....

Quasi auf direktem Weg von unten nach oben, kein bequemes Zick-Zack…..nööööööö, Schuss nach oben ging’s. Mir als „Allradler“ machte dies offensichtlich weniger aus, als meinen menschlichen Begleitern, aber das Stöhnen ließ schnell nach, denn sie brauchten die Luft für wichtigeres ;-)

Nach einer gefühlten Ewigkeit bog der Weg nun endlich mal nach links ab und bot eine kleine Verschnaufgelegenheit. Der Aussichtspunkt „Am Pilz“ ließ einen freien Blick hinunter auf Neroth genießen, ehe wir nun einem breiten Waldweg weiter gen Gipfel folgten.



Und gerade als sich alle ein wenig erholt hatten, sollten wir den angenehmen Weg wieder verlassen, um einen schmalen Pfad in den Hang zu folgen – steil Teil 2 sozusagen.

Gleich zu Beginn sahen wir ein Kreuz stehen, was auf ein trauriges Schicksal hinwies. Der Krieg hatte einen langen Arm und schaffte es selbst noch 9 Jahre später, unschuldige Menschen in den Tod zu reißen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir z.Zt. in einer solch friedlichen Welt leben und es uns im Grunde nach richtig gut geht.


Einige Zeit später erreichten wir dann mehr oder minder erschöpft die Burgruine Neroth. Kindergelächter schallte durch den Wald und man konnte die Freude richtig fühlen, die diese Kinder beim Durchstöbern der Ruine hatten. Wie nah beieinander doch Leid und Freud sein konnten. Eben noch die Tafel gelesen und jetzt das herzhafte Gelächter. Richtig urig war es hier oben. Umgefallene Bäume mussten umwunden oder, wer es eben so wollte, unterkrabbelt werden.










Es war der höchste Punkt unserer heutigen Etappe. Mit knapp 640 Meter Höhe befanden wir uns beinahe auf dem Dach der Eifel, leider fehlte es hier an freier Aussicht, um dies auch mit dem Auge festhalten zu können.

Aber der Wald hier oben war einfach nur märchenhaft schön. Gottseidank war der Abstieg nicht so heftig, ich weiß ja nicht wie es euch so geht…..aber ich wandere doch lieber bergauf als bergab.





Nach einem kurzen Abstieg machte uns ein Schild darauf aufmerksam, dass wir nun den Xynthia-Weg beschritten. Wie der Name schon vermuten lässt, war dieser Weg dem Sturmtief Xynthia gewidmet, der hier vor Jahren, genauer gesagt am 26. bis 28. Februar 2010, sein Unwesen trieb.





Der hiesige Forstbetrieb hat diesen Waldabschnitt ganz bewusst nicht aufgearbeitet, um den Menschen zeigen zu können, mit welcher Macht dieser Sturm gewütet hat – aber auch welche Chancen er für die Natur bedeutete. Denn bei aller Vernichtung bedeutete dieser „freigewordene“ Raum auch Platz für neues Leben. Ein Holzsteg führte uns durch diesen Abschnitt hindurch, ehe er danach aus dem Wald herausführte und uns auf eine wundervolle Freifläche entließ.

Hier war es einfach nur herrlich. Der scharfe Wind hatte fast ganz aufgehört und durch die Sonne war es richtig angenehm. Picknickdecke raus und Pause – achso…..Picknickdecke vergessen, soso….


Pullover-Schweinchen




Also gingen wir über diese Freifläche hinweg, genossen die Aussichten nach links und rechts und kamen bald an einen Waldrand, dem wir nun in Richtung zum Birkenberg folgten. Wir befanden uns nun im Wald oberhalb von Neunkirchen. Unser Weg führte uns serpentinenartig hinunter an den Deienbach, dem wir dann bis Neunkirchen hinunter folgten.




Kirche von Neunkirchen

Das Wohngebiet durchstreiften wir am Rande und bald schon querten wir die Hauptstraße (L28) um hinüber zur Neunkirchener Mühle zu gelangen. Eine Einkehr war hier möglich, aber die Sonne hatte sich inzwischen hinter einer milchigen Wolkenschicht verkrochen und kaum dass diese verschwunden war, lebte der Wind wieder auf. Jetzt nochmal Rast machen? Um dann steif und kalt wieder in die Läufe zu kommen? Neeeee….lieber nicht, dachten wir uns und zogen weiter.

Aber an der Mühle startete gerade wieder eine Wanderin, die uns doch sehr bekannt vorkam. Es war eine aus diesem Dreigestirn vom Anfang der Etappe.

„Wo haben Sie die anderen Damen gelassen?“ fragten wir. Da erfuhren wir, dass eine der anderen Damen oberhalb von Neroth Probleme mit einem Bein bekommen hatte. Die Schmerzen ließen keine andere Möglichkeit zu, als die Etappe in Neroth abzubrechen.

Damit war die 3. Wanderin wieder alleine unterwegs und so kamen wir eben ins Gespräch. Sie wanderte erst ab Hillesheim auf dem Eifelsteig, diesen dann noch bis Manderscheid, ehe sie dann dem Lieserpfad gen Wittlich folgen wollte.

Jaja….der Lieserpfad, sicher auch ganz nett und ganz sicher würden wir diesem auch irgendwann mal einen Besuch abhalten, aber zunächst musste die 10. Etappe gemeistert werden.

Hier unten an der Mühle hatte ich dann noch meinen ganz großen Auftritt. Am Wegesrand wollte ich was erschnuffeln und bin dorthin. Mein Herrle hatte mich wohl noch zurückrufen wollen, aber das hatte Zeit. Zuerst noch schnell schnuffeln – so – habe fertig! Und wo lag nun Herrle’s Problem?

Nun, sein Problem lag wohl darin, dass er gesehen hatte, dass am Wegesrand unendlich viele Kletten wuchsen – genau dort wo ich hinsteuerte. Jeder Hundebesitzer wird wohl wissen, dass Kletten und Hundefell seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr gute Freunde sind und am liebsten auf ewig miteinander verbunden bleiben wollen. Nun……jetzt wusste ich das auch. Warum konnte er mir das nicht vorher sagen? Achso…wollte er….zu dumm ;-)

Chien de Klett
Nachdem sich mein Herrle wieder beruhigt hatte, stand der letzte Anstieg bevor. Zunächst verlief der Weg flach ansteigend, aber dann wurde es dem Eifelsteig wohl zu langweilig und zeigte nach rechts. Rechts??? Da war ein Berg, was sollten wir denn dort?? Aber es nutzte nichts…..auch hier führte ein schmaler Pfad in engen Serpentinen hinauf, wenigstens Serpentinen waren uns gegönnt. Man hätte ja auch gleich steil…..ach lassen wir das.

Der Wald wurde immer majestätischer. Alte, richtig dicke Buchen nahmen uns in den Arm und begleiteten uns hinauf zur Warth. Auf halben Wege erblickten Herrle und Fraule noch eine Bank und nahmen diese zum Anlass, den restlichen Proviant zu verzehren.




Jetzt, da alle Vorräte aufgebraucht waren, zogen wir weiter. Oben auf der Warth angekommen, konnte man an einer Sitzgruppe durch die Bäume hindurch einen ersten Blick auf Daun werfen, vielmehr auf dessen Burg. Jetzt war es nicht mehr weit, von der Warth ging es wieder mal in Serpentinen hinunter und schon bald standen wir am Ortsrand von Daun.




An der Ampel schnell hinüber, die Schulstraße hinauf und schwups, waren wir auch schon wieder auf einem schönen Wiesenweg, der uns oberhalb der Häuser von Pützborn hindurchgeleitete.

Einen wirklich freien Ausblick bekam man hier nicht mehr. Viele Neubauten versperrten die Sicht und wo vielleicht noch Sicht möglich gewesen wäre, standen meterhohe Hecken. Schade eigentlich, denn der Blick über Pützborn hinweg ins Tal hinüber zur Erhebung „Gönnerscheid“ war gar nicht mal so übel – wenn da nur die Häuser nicht vor der Nase gestanden wären.

Nun denn, man konnte halt nicht alles haben und somit beschränkten wir uns darauf, den Rosenberg zu umrunden um kurz darauf am Schulgelände herauszukommen.




Das heutige Ziel war geschafft. Auch die 10. Etappe hatte es wettermäßig gut mit uns gemeint und uns reichlich Sonne beschwert und uns vor Regen bewahrt.

Das Auto hatten wir oberhalb des Friedhofes abgestellt. Während Fraule sich rasch aus den Wanderschuhen pellte, zog Herrle noch mit der Kamera kurz über die Wiese oberhalb des Friedhofes und erhaschte sogar noch einen Admiral.







Geschafft. Zufrieden und auch ein wenig Stolz waren wir nun, nach drei weiteren Etappen und 70,5 km Wegstrecke nun hier über Daun zu stehen – das hatte schon was.

Fazit:
Die 10. Etappe zählt eher zu einer Waldetappe. Die meiste Zeit bewegt man sich auf Waldwegen und –pfaden und nur selten kommen Freiflächen vor. Diese sind allerdings sehr schön und bieten Ausblicke weit über die Eifel hinweg.
Die Wegbeschaffenheit ist wunderbar. Kaum Anteile von Asphalt und Schotter, dafür sehr viele Feld- und Wiesenwege, die beim Wandern richtig Freude aufkommen lassen. Einzig der Abschnitt im Pelmer Wald auf der Flemmingshöh war etwas fad, da hier der Weg lediglich geradeaus verläuft, aber mit nettem Gesprächspartner an der Seite ist das wiederum schnell vergessen ;-)

Tipp: wer, wie wir, die Etappen 9 und 10 hintereinander wandern möchte, ist gut damit beraten, die Dolomiten noch zur 9. Etappe zu packen. Wie schon in meinem letzten Bericht erwähnt, möchte die Beschilderung uns in Gerolstein weiß machen, man habe es geschafft, während die GPS-Daten etwas anderes sagen. Bitte vertraut dem GPS bzw. dem Kartenmaterial auf www.eifelsteig.de. Wer sich nämlich die Dolomiten für Etappe 10 aufbewahrt, hat sich damit automatisch eine „Hammeretappe“ gebastelt, die über 30 km lang wird und einige Steigungen parat hält.

Hier abschließend noch der Track, wie wir die 10. Etappe gewandert sind.



Ich hoffe sehr, dass Euch mein vorab letzter Bericht gefallen hat. Wer Fragen hat nutzt bitte die Kommentar-Funktion. Ich werde diese beantworten soweit es mir möglich ist.

Euch allen eine tolle Zeit und wandert wandert wandert….;-)

Tschüüüß

Euer Indy

Kommentare:

  1. Huhu Indy!

    Respekt!!!
    Und sag Deinem Herrchen: Schöne Bilder und lesenswerter Bericht.

    LG: Dobi Balou!

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  2. Hey Balou,

    ja ok, werd ich ausrichten. Herrle liegt im Wohnzimmer und ist komplett "kroggi" nach den 3 Etappen, dabei sollte ICH ja derjenige Welche sein, auf dessen Gesundheit Rücksicht genommen werden sollte. Aber diese Goldakkupunktur hat meine Arthrose so richtig zum erliegen gebracht. Ohne Medis 70 km geschrubbt.....wie geil ist das denn ;-)
    Ja und die Sache mit dem Krebs......zunächst mal vergessen. Fühle mich, als könnte ich Bäume ausbuddeln (oder so ähnlich).
    So....und jetzt geh ich rüber und lass mir noch ein paar Kletten ziehen ;-)

    Tschöö
    Indy

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  3. Tja lieber Indy,
    das mit den Kletten kenne ich auch, und das zippt so furchtbar wenn die raus gekämmt werden. Aber anschließend krieg ich immer etwas leckeres, da lohnt sich still halten. Respekt, so ein kranker Wuff solche langen Strecken und so schnell hinter einander. Bin gespannt, ob ich das wohl auch noch schaffe? Naja Fraule ist nicht mehr so fit,die braucht auch Goldakkupunktur, glaube ich.
    Grüße mal dein Herrle
    Wuff Spike

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    1. Hey Spike,
      das mit der GA (Goldakkupunktur) war echt GOLD wert ;-) Ohne diese Behandlung wäre an diese Touren nicht zu denken. Also halte es mal im Hinterköpfchen, wenn es irgendwann mal heisst, dass Du Arthrose haben solltest.
      Bei den Streckenlängen passen Fraule und Herrle gut auf mich auf. Unnützes Rumtoben wird untersagt, weil ich bekannt dafür bin, dass ich bei allem übertreibe. Also wird ruhig gewandert und auch nur dann, wenn im Vorfeld alles stimmt.
      Hey und was das schaffen solch langer Strecken angeht.......wir begegneten einem Ehepärchen, bestümmt schon an die 70 Jahre alt. Die marschierten tapfer die gleiche Etappe, jedoch in 2 Teilen. Die haben in Neroth eine Übernachtung eingeplant und sind dann am 2. Tag den Rest der Etappe gelaufen - geht also alles ;-)

      Demächst sind wir dann schon auf der Kordeler Bahn unterwegs, da kennt Dein Fraule sich ja bestens aus. Vielleicht hat sie ja noch einen Tipp, was wir da beachten sollten?!?
      So und jetzt geh und hol Dir ein Lecker ab ;-)
      Indy

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  4. Was für eine tolle Tour , die müssen wir auch mal machen! Liebe Grüsse Diva

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    1. Hi Diva,

      nicht nur drüber reden - MACHEN!! ;-)

      Wir schoben den Eifelsteig schon über 2 Jahre vor uns her und hatten allerlei Ausreden parat. Zu weit weg, zu lästig mit Bus und Bahn, zu teuer um mit 2 Autos und und und.
      Aber seitdem man bei mir im Dezember 2012 Krebs gefunden hat, war es allen sofort klar: WENN Eifelsteig, dann JETZT und SOFORT.
      Tja...und nun stehen wir bei Etappe 10.
      Dieses Abenteuer werde ich so schnell nicht vergessen und da Herrle ja alles fein säuberlich aufschreibt, wird auch er noch lange Jahre an diese Tour mit mir zurückdenken, wenn ich schon längst nicht mehr bin.

      Aber bis dahin lasse ich mir noch etwas Zeit. Das Wandern macht mir einfach Spaß (sieht man ja an den Bildern oder?) ;-)

      Lieben Gruß
      Indy

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  5. Hallo Indy,
    mensch da hast Du aber bald in der Früh aus Deinem Körbchen gemußt - aber hat sich gelohnt - tolle Bilder und Aussichten - gigantisch !
    Herrchen hat auch wieder einen tollen Bericht gemacht !
    Liebe Grüße aus dem Schwobaländle und ein tolles WE - wir haben heute Pause - es regnet in Strömen - Frauchen meinte irgendwas von Sauna - aber da klinke ich mich aus - bei meinem Pelz brauch ich keine 90 C. :-))
    Erik

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  6. Hallo,

    zuerst mal - ich schaue regelmäßig hier in den Blog und die Bilder und die Beschreibungen sind wirklich super.
    vielen dank.
    Nur eine Frage mal- es handelt sich ja immer um gerade Strecken- allso keine Rundwanderwege - wie habt ihr es den bewältigt bei Sonnenaufgang los zugehn und am Endpunkt euer Auto stehn zu haben????
    viele Grüße aus Köln- Siegrid

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  7. Hallo Siegrid,
    vielen Dank für das Lob über "meinen" Blog. Wie das mit den Sonnenaufgängen und dem Auto am Ziel funktioniert hat, ist ganz schnell erklärt. Man kann die Etappen auch mit öffentlichen Verkehrsmittel ansteuern, indem man sein Auto am Ziel einer Etappe abstellt und sich dann mit dem Bus an den Startpunkt versetzen lässt. Wer hier zeitlich flexibel ist, kann das sehr gut nutzen.
    Da wir aber zudem noch mit 2 Menschen unterwegs sind und es bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auch (leider) mal längere Wartezeiten gibt, ehe der Anschlußbus fährt, haben wir uns dazu entschieden, mit 2 Autos auf die Etappen zu fahren. Zuerst am Zielpunkt vorbei und 1 Auto abgestellt und dann weiter an den Startpunkt der aktuellen Etappe. Ja ich weiss....rein ökobilanzmässig eine echte Katastrophe, aber wenn in den Wintermonaten der Bus erst um 11 Uhr fährt, brauche ich keine 25 km mehr wandern, da reicht der restliche Tag nicht um im Hellen am Ziel anzukommen ;-)
    Das war auch ein Hauptgrund, weshalb wir den Eifelsteig so lange vor uns hergeschoben haben. Rundwanderwege sind halt irgendwie praktischer. Trotzdem kann ich jedem nur raten, mal einen Fernwanderweg "unter die Pfoten" zu nehmen. Am besten auch mal über ein verlängertes Wochenende um dann 2-3 Etappen an einem Stück zu erwandern. Auf dem Eifelsteig gibt es Unterkünfte, Pensionen, die sich darauf eingestellt haben und einen Shuttle-Service anbieten. Dieser Service bringt euch dann morgens an den Start und holt euch am Ende des Tages am Zielpunkt wieder ab. Ein toller Service (der auch mit Hund funktioniert). Wir haben es ja auf den Etappen 4 bis 6 so gemacht und das war echt Luxus ;-)

    Ich hoffe sehr, dass sich hier bald mal wieder was tut und wir wieder über neue Abenteuer auf dem Eifelsteig berichten können. Im Moment aber kränkel ich ein wenig rum und da muss ich wohl noch ein wenig warten, ehe es wieder auf die Piste geht.

    Nochmals vielen lieben Dank für das treue Verfolgen meiner Abenteuer auf dem Eifelsteig ;-)

    Einen "pelzigen" Gruß aus der Eifel
    Indy

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